Das Unternehmen Yerly Mécanique ändert seinen Namen und heißt von nun an Axxen. Außerdem hat es einen neuen Geschäftssitz in Courroux.
Der Anstieg der Geschäftstätigkeit erforderte eine stetige Erweiterung des Maschinenparks, was zu Problemen mit den seit vielen Jahren genutzten Räumlichkeiten führte; diese Entwicklung veranlasste Dominique Girardin, der seit zehn Jahren als CEO des Unternehmens im Amt ist, nach einer geeigneteren Lösung zu suchen.
Der neue Standort in Courroux ist seit Dezember 2025 in Betrieb und bietet Axxen insgesamt über 1 600 m², wovon 1 200 m² für die Produktion bestimmt sind – das ist doppelt so viel wie vorher.
Dank der Raumaufteilung des neuen Gebäudes konnten die Arbeitsabläufe optimiert werden, indem die Fertigungsschritte in einer logischen Abfolge angeordnet wurden.
„Der erhebliche Platzgewinn hat es uns ermöglicht, die Produktion durch Optimierung der Arbeitsabläufe zu rationalisieren, erklärte Dominique Girardin. Die einzelnen Fertigungsschritte sind nun von der Anlieferung der Werkstoffe bis zur Endkontrolle der Produkte logisch angeordnet. Außerdem wurde die Arbeitsumgebung der Maschinenbediener hinsichtlich Ergonomie und Zweckmäßigkeit weitgehend optimiert. Unser Anliegen, den Mitarbeitern angenehmere, modernere und funktionalere Arbeitsbedingungen zu bieten, war ebenfalls ein entscheidendes Argument für den Standortwechsel.“
Dominique Girardin, CEO
In der großen Produktionshalle stehen heute verschiedene Maschinentypen, darunter 4- und 5-Achsen-Fräsmaschinen, Drehmaschinen, CNC-Dreh- und Fräsmaschinen mit Roboterbeladung sowie Maschinen, die für die Endbearbeitung der Fixiervorrichtungen mit einer Genauigkeit im Submikrometerbereich ausgelegt sind. Für den Endbearbeitungsbereich wurde eine ultramoderne Maschine angeschafft, um unseren Kunden eine höhere Zuverlässigkeit sowie eine schnellere Reaktionsfähigkeit bieten zu können. „Da wir viele manuelle Nachbearbeitungen ausführen, verfügen wir auch über Richt-, Schleif-, Hon- und Blockpoliermaschinen“, erklärte Dominique Girardin.
Außerdem hat sich das Unternehmen dazu entschlossen, die Qualitätskontrolle der Systeme durch Anschaffung einer hochpräzisen Messmaschine zu verbessern, um den Kunden Qualitätsberichte anbieten zu können. Die vollständige Vertikalisierung des Axxen-Standorts in Courroux gewährleistet eine hundertprozentige Kontrolle der gesamten Produktion.
Die Prüfung der Teile erfolgt auf einer Grundplatte, um eine Genauigkeit von 0,7µm und normale Einsatzbedingungen zu gewährleisten.
Personalaufstockung
Seit Übernahme des Unternehmens durch Dominique Girardin wurde die Belegschaft von 11 auf über 20 Mitarbeiter erhöht. „Unsere Mitarbeiterzahl ist in den letzten Monaten deutlich gestiegen, was für unsere Dynamik und das Vertrauen der Kunden spricht. Dennoch legen wir großen Wert darauf, dass unser Betrieb überschaubar bleibt und somit der Charakter eines Familienunternehmens bewahrt wird, weil die Nähe zu unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und die Ausrichtung auf die Kundenbedürfnisse ein fester Bestandteil unserer Identität sind.“ Die Personalentwicklung ermöglicht uns, die Vielseitigkeit der einzelnen Produktionsabteilungen zu gewährleisten sowie das Forschungs- und Entwicklungszentrum auszubauen. Der steigende Bedarf an maßgeschneiderten und hochspezialisierten Produkten hat Axxen dazu veranlasst, die Produktpalette weiter zu vergrößern. „Bei einigen Sonderanfertigungen handelt es sich um Prototypen, die bereits bei der ersten Montage funktionsfähig sein müssen. Wir begleiten unsere Kunden durch den gesamten Prozess, wobei wir allerdings manchmal auf andere Fachbereiche wie zum Beispiel Automatisierung angewiesen sind. Darüber hinaus gilt es, die einzelnen Parameter zu berücksichtigen, um jedem Kunden die optimale Lösung für seine Produktionsumgebung bieten zu können.“ Diesen neuen Anforderungen konnten wir nur durch eine massive Aufstockung der Belegschaft des technischen Büros gerecht werden.
Daniel Pic schätzt die Ergonomie der neuen Räumlichkeiten.
Mehrere Märkte
Das Unternehmen ist in der Lage, jegliche Kunden, die Bedarf an Präzisionsspannsystemen haben, zufriedenzustellen. Auch wenn die Uhrenindustrie und die Medizinbranche nach wie vor seine wichtigsten Märkte sind, arbeitet Axxen auch für die Bereiche Luftfahrt, Automobilindustrie, Optik und Maschinenbau.
Neben der Entwicklung der Mikromaschinen-Reihe entwickelte Axxen zahlreiche Produkte, die zum Einbau in diese Maschinen vorgesehen sind. Die räumlichen Einschränkungen haben das Unternehmen dazu veranlasst, sich selbst zu übertreffen, um den verschiedenen Herausforderungen gerecht zu werden. Aus diesem Grund wurde in Prototyping-Lösungen investiert, um die Kunden bei der Validierung der verschiedenen Innovationen zu unterstützen. Mithilfe digitaler und physischer 3D-Modelle wird den Kunden ermöglicht, ihre Fertigungsprozesse und Werkzeuge zu validieren.
Der Name Axxen steht für die Kernkompetenz des Unternehmens
Anlässlich des Umzugs wurde beschlossen, den Firmennamen zu ändern. Dominique Girardin führte dazu aus: „In seinen Anfängen im Jahr 1990 stellte das Unternehmen zunächst Zulieferteile her. Drei Jahre später wurde mit der Massenproduktion von Vorreglern begonnen. Ab 2002 erweiterte das Unternehmen sein Angebot und begann mit der Herstellung von hochpräzisen Kugellager-Positionierungsvorrichtungen. Das Unternehmen hat sich seit über 20 Jahren auf die Herstellung von Spannsystemen spezialisiert – der neue Name soll diese Kernkompetenz und eine gewisse Neutralität vermitteln, aber dennoch einen klaren Bezug zur Achse herstellen, die ein wesentlicher Bestandteil des Unternehmens ist. Der neue Firmenname ist kürzer und moderner und hat den Vorteil, die Identität des Unternehmens, seine Werte und den Schwerpunkt auf Technologie klar zum Ausdruck zu bringen.“
Einige Beispiele für Axxen-Produkte auf einem Prüfstand.
War es nicht riskant, den Namen eines Unternehmens zu ändern, das einschlägigen Kreisen seit fast vierzig Jahren bekannt ist? „Eine Firmenumbenennung geht weit über eine administrative Formalität hinaus. Es handelte sich um eine wohlüberlegte strategische Entscheidung, die mit unserem Umzug zusammenfiel. Wir haben dabei sowohl die Geschichte und den guten Ruf unseres Unternehmens als auch das Vertrauen unserer Kunden berücksichtigt. Diese Änderung bedeutet nicht das Ende, sondern vielmehr die Fortsetzung unseres Erbes. Diese Entscheidung war ein strategischer Schritt, der unsere aktuelle Ausrichtung und unsere Zukunftspläne besser widerspiegeln soll, ohne die Werte, die unseren Erfolg ausmachen, aus den Augen zu verlieren".
Das Unternehmen wird seine Teilnahme an der EPHJ dazu nutzen, sowohl seine neue Identität als auch die zahlreichen Produktneuheiten und Innovationen vorzustellen.